Elektrotherapie, Ultraschall

Elektrotherapie
Die Elektrotherapie nutzt die Kraft elektrischer Ströme oder Stromimpulse, um die natürlichen Heilungsvorgänge im Körper zu aktivieren und zu unterstützen.

Man nutzt je nach Anwendungsgebiet nieder-, mittel-, oder hochfrequente Stromformen, die durchweg sehr gut verträglich sind.

Das kann nicht nur auf direktem Wege geschehen, sondern auch indirekt, indem elektrische Energie in Wärme oder mechanische Energie umgesetzt wird. In vielen Fällen ist Elektrotherapie eine sinnvolle alternative Therapieform – eine „Medizin“ ohne Verfallsdatum und frei von Nebenwirkungen.

Behandlungsziele in der Elektrotherapie:
  • Schmerzlinderung
  • Durchblutungsverbesserung
  • Wiederherstellung der gestörten Muskelfunktion, Vorbeugung von Muskelschwund (Atrophieprophylaxe)
  • Wiederholtes Bewegen zur Anbahnung bei zentralen Lähmungen

Beeinflussung vegetativer Vorgänge, z.B. bei vermehrter Schweißbildung                                    

Quelle: www.physio-verband.de

Ultraschall

Die Anwendung des therapeutischen Ultraschalls bewirkt durch eine Wärmeentstehung in der Tiefe des Gewebes eine beschleunigte Heilung, z.B. nach Muskelfaserriss oder bei Achillessehnenbeschwerden (Achillodynie) bzw. beim Tennisarm. Der Ultraschall wirkt schmerzlindernd und unterstützt die Selbstheilungsprozesse des Körpers.

Ultraschall – Die Grundlagen

Ultraschall entsteht durch Einwirkung von Hochfrequenzströmen auf ein Kristall, das über einen Schallkopf kegelförmige Wellen aussendet, die etwa 3-8 cm tief in das Gewebe eindringen. Die Ultraschallwellen liegen außerhalb des menschlichen Hörbereichs. Sie können als kontinuierliche oder pulsierende Wellen erzeugt werden.

Bei der Ultraschallbehandlung entstehen piezoelektrische, biologische, mechanische, thermische und chemische Effekte. Das beschallte Gewebe wird durch den Ultraschall ähnlich einer mechanischen Vibrationsmassage in eine hochfrequente Schwingung versetzt. Ein resultierender biologischer Effekt ist die Vergrößerung der Durchlässigkeit der Zellmembranen. Dadurch findet eine verstärkte Plasmaströmung statt, der Säuregrad wirkt gesenkt und die physiologischen Austauschprozesse werden gefördert.

Ein Teil des Gewebes absorbiert die Ultraschallenergie und es entsteht ein thermischer Effekt der Erwärmung. Der Grad der Erwärmung ist gewebetypisch unterschiedlich. In wasserreichem Gewebe ist die Absorption der Ultraschallwellen höher und die Erwärmung stärker als bspw. in Fettgewebe. Die stärkste Erwärmung entsteht in Knochenschichten. Weiterhin resultiert aus der Ultraschallbehandlung ein chemischer Effekt, der den Gewebestoffwechsel anregt und Heilungsprozesse unterstützt.
 
Quelle: www.physio-verband.de